Manuelle Lymphdrainage
Das Wort "Oedem" stammt aus dem Griechischen und heisst Schwellung.
Es ist nichts anderes als ein Uebermass an Gewebsflüssigkeit. Oedeme
haben viele Ursachen und sind Ausdruck eines gestörten Fliessgleichgewichtes
zwischen An- und Abtransport von Gewebsflüssigkeit. Die manuelle
Lymphdrainage bietet die Möglichkeit dieses Fliessgleichgewicht wiederherzustellen.
Indikationen der manuellen Lymphdrainage:
- Primäre Lymphödeme: aufgrund angeborener Schwäche
des Lymphgefässsystems oder zuwenig vorhandener Lymphgefässe
(selten).
- Sekundäre Lymphödeme: nach Operationen bei
Krebserkrankungen (relativ häufig). Beispielsweise Armlymphödem
nach Behandlung von Brustkrebs und Beinlymphödem nach behandeltem
Prostata- oder Darmkrebs.
- Oedeme aufgrund venöser Abflussstörungen: hier
sind die Lymphgefässe intakt, aber überlastet, weil
als Folge eines Defektes an den Blutgefässen zuviel Flüssigkeit
ins Gewebe gelangt. Mit der manuellen Lymphdrainage wird hier
die überschüssige Flüssigkeit abdrainiert. In diesem
Zusammenhang: Bei "offenen Beinen" (Ulcus crusis venosum)
eignet sich diese Behandlungsmethode, da der Abtransport von Zelltrümmern
und anderen Stoffen beschleunigt wird.
- Oedeme nach Operationen: bei Schwellungen nach Eingriffen
kann die manuelle Lymphdrainage die Wundheilung begünstigen.
- Schwangerschaftödeme: zusammen mit der Kompressionstherapie
ist Behandlungsmethode sehr geeignet.
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Für weitere Anwendungsgebiete fragen Sie einen Arzt/Therapeuten.
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